Red Bull ist bekannt für außergewöhnliche Sportevents – und mit Creepers hat die Marke ein Kletter-Spektakel geschaffen, das noch lange in Erinnerung geblieben ist. Statt an Felsen oder in der Halle kletterten die Athleten hier an einer alten Natursteinbrücke im spanischen Navarra. Das Besondere: Die Routen führten direkt über dem Fluss Arga nach oben, sodass jeder Sturz automatisch im Wasser endete. Damit verband Creepers die urbane Spielart des Brückenkletterns mit der Kletterdisziplin Deep-Water-Soloing.
Brückenklettern trifft Deep-Water-Soloing
Brückenklettern an sich ist nichts Alltägliches. Normalerweise wird diese Disziplin nur inoffiziell oder bei Show-Events praktiziert, da Pfeiler und Bögen von Brücken keine klassischen Kletterziele sind. Bei Creepers war die Brücke jedoch das Herzstück des Wettkampfs. Die Veranstalter montierten zusätzliche Griffe und Tritte, um zwei identische, spiegelverkehrte Routen an den Hauptpfeilern zu schaffen. Damit konnte jeweils ein Athlet links und einer rechts starten – ein Setting, das nicht nur sportlich spannend, sondern auch visuell spektakulär war.
Das zweite Element war das Deep-Water-Soloing. Diese Disziplin ist normalerweise an Küsten oder Seen zuhause, wo Kletterer ohne Seil an Felsen klettern und bei einem Sturz ins Wasser fallen. Red Bull übertrug dieses Prinzip ins urbane Umfeld. Wer bei Creepers abrutschte, landete automatisch im Fluss. Das machte das Event sicher genug, um ohne Seile ausgetragen zu werden, und gleichzeitig aufregend für die Zuschauer, die spektakuläre Stürze aus nächster Nähe beobachten konnten.
Das Wettkampfformat
Creepers war kein klassischer Speed-Wettkampf, auch wenn es auf den ersten Blick so wirkte. Zwar starteten immer zwei Kletterer gleichzeitig im KO-System, doch wer gewinnen wollte, musste nicht zwingend am schnellsten sein. Viel wichtiger war es, stabil zu bleiben und die Route sauber zu bewältigen, denn jeder Fehler führte unweigerlich ins Wasser. Oben angekommen wartete eine Fahne, die als Beweis des Sieges gegriffen werden musste.
Dieses Format sorgte für spannende Duelle, da die Athleten nicht nur gegen die Route, sondern auch direkt gegeneinander kletterten. Das machte Creepers zu einem Mix aus Wettkampfklettern, Show-Event und Extremsport-Performance.
Teilnehmer und Sieger
Am Start stand eine Auswahl der besten Kletterer der Welt. Auffällig war allerdings, dass keine Frauen teilnahmen – ein Punkt, der in der Szene durchaus diskutiert wurde. Am Ende setzte sich einer der bekanntesten Athleten überhaupt durch: Chris Sharma. Für viele war sein Sieg keine Überraschung, schließlich kennt er die spanischen Felsen wie kaum ein anderer. Mit Routen wie La Rambla hat er Maßstäbe gesetzt und vermutlich auch einen kleinen Heimvorteil mitgebracht.
Video: Creepers zum Nacherleben
Wer sich ein Bild machen möchte, sollte unbedingt das offizielle Video anschauen. Die Kombination aus waghalsigen Duellen, spektakulären Stürzen ins Wasser und der besonderen Kulisse macht Creepers zu einem Event mit Kultstatus:
Fazit: Ein Event mit Kultstatus
Mit Creepers hat Red Bull gezeigt, wie vielseitig und publikumswirksam Klettern inszeniert werden kann. Das Event war eine Mischung aus Brückenklettern, Deep-Water-Soloing und Wettkampfform, die es so noch nie gegeben hatte. Für die Athleten bedeutete es eine spannende Herausforderung, für die Zuschauer ein unvergessliches Spektakel. Auch wenn Creepers nur einmal stattfand, hat es bis heute einen festen Platz in der Erinnerung der Kletterszene – nicht zuletzt, weil es die Kreativität des Klettersports auf so eindrucksvolle Weise gezeigt hat.